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Anis (Pimpinella anisum L.), ist ein Doldengewächs und wird schon seit Tausenden von Jahren verwendet. Schon die Erbauer der Pyramiden verzehrten in ihren Pausen Brot das mit Anis gewürzt war. Verwendet werden die getrockneten Früchte der Anispflanze, die vorwiegend in südlichen Ländern, hin und wieder aber auch in unseren Gärten wächst. In Italien, Spanien sind die Hauptanbaugebiete. Das Gewürz sind die 3,5 bis 5 mm langen braunen Samen. Er ist eine einjährige Pflanze. Die breitovalen Früchte besitzen bis 6% ätherisches Öl (besonders Anethol).
Die Pflanze braucht Wärme und einen nährstoffreichen Boden. Wenn es das Wetter erlaubt, wird der Samen im April in einem Abstand von 25 bis 30 cm ausgesät. Die Ernte beginnt beim Reifen der Haupt – und Neben- dolden. Nach dem Ausklopfen der Körner an einem luftigen Ort lagern.
Verwendung findet der Anis z.B. in Obstkompott, süssem Backwerk, Hustenbonbons. In vielen Getränken wie Punsch, Sirup oder Likör. Er begünstigt den Appetit und die Verdauung. Er ist blutreinigend und katarrhlösend. In der Kinderheilkunde ist er als Blähung linderndes Mittel geradezu unentbehrlich. Im mediterranen und arabischen Raum werden auch herzhafte Speisen mit Anis gewürzt. Gerade Anis, Kreuzkümmel und Zimt sparsam dosiert verleihen so manchem “Geschnetzelten”, Steak, Würsten, Frikadellen oder Nudelgerichten eine individuelle raffinierte Note. >>siehe mediterrane Rezepte
In der fernöstlichen Küche (Indien, Indonesien, Iran) macht man oft keinen Unterschied zwischen Anis und Fenchel, deshalb gibt man beiden Pflanzen denselben Namen.
Aniskörner werden im allgemeinen im ganzen verwendet, können aber auch, falls erforderlich, im Mörser zerstossen werden.
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