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Ein altes, bewährtes Hausmittel, das schon von Hippokrates und Paracelsus gelobt wurde, aber dem zeitweise eine Wirkung abgesprochen wurde (nach Hagers Handbuch der pharmazeutischen Praxis von 1925 "rotgefärbtes Öl", "Placebo"), ist das heute wieder im Handel erhältliche oder selbst- herstellbare Johanniskrautöl (Rotöl). Nach Pahlow werden die gerade geöffneten Blüten gesammelt, zerquetscht, in einem Mörser zerrieben. 25 bis 30 g werden mit 1/2 l Olivenöl vermischt und in einer aus weissem Glas bestehenden Weithalsflasche zunächst unverschlossen an einem warmen Ort etwa 5 Tage aufgestellt. Gelegentlich wird die Mischung umgerührt. Dann wird die Flasche verschlossen und solange dem Sonnenlicht ausgesetzt, bis die Flüssigkeit leuchtend rot gefärbt ist. Nach 5 bis 7 Wochen wird abgegossen und der Bodensatz ausgepresst. Noch einmal muss die gewonnene Flüssigkeit eine Woche beiseite gestellt werden, damit sich Öl und Wasser trennen können. Dann wird das Öl abgegossen, in Flaschen abgefüllt und an einem kühlen Ort aufbewahrt. Johanniskrautöl wird vor allem zur Behandlung frischer und schwerheilender Wunden, Quetschungen, Prellungen, Sportverletzungen, Verstauchungen, Wundliegen, Verbrennungen und rheumatischer Beschwerden eingesetzt. Darüber hinaus ist es z.B. angezeigt bei Blutergüssen, Gelenkentzündungen, Gürtelrose, Hämorrhoiden, spröder und unreiner Haut Nervosität, Schlafstörungen, Magengeschwüren, Galle- und Leberbeschwerden sowie Ulcus cruris. Es soll auch prophylaktisch bei Karies und Paradontose wirken.
Hypericum-Extrakte haben die Eigenschaft, gefässschützend, antibakteriell, antiviral (Grippe-, Herpes-, Retroviren), spasmolytisch, leberschützend zu sein und den psychosomatischen Nervenstoffwechsel zu aktivieren. Auch besitzen sie eine Wirksamkeit gegen Gallensteine. Schliesslich darf hier nicht unerwähnt bleiben, dass Hypericum perforatum auch homöopathisch angewendet wird.
Quelle: naturheilkunde-online
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